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Größe: ca. 9cm - 11cm.

Das besondere an Xenophora ist nun ihr außergewöhnliches Verhalten, auf der Oberfläche ihrer Spiralseite vom Meeresboden aufgelesene Fremdkörper zu agglutinieren. Von dieser bemerkenswerten Tätigkeit leitet sich auch der Name ab, "Xenophora" bedeutet aus dem giechischen übersetzt "die Fremdträgerin". Vertreter der Familie Xenophoridae können daher als die ersten "Muschel- und Schneckensammler" der Erdgeschichte angesehen werden. Millionen von Jahren, bevor der Mensch dieses interessante Hobby für sich entdeckte.

Niemand weiss bis heute allerdings so richtig, warum die Schnecke die Außenseite ihres Gehäuses mit Schalenresten oder anderen Objekten bestückt. Dabei sind manche Arten wählerisch und sammeln nur ganz bestimmte Muschelschalen oder achten streng auf Form und Größe. Andere wiederum ergreifen alles, was sich in ihrem Weg befindet: Muscheln und leere Schneckengehäuse, Haifischzähne, Gesteins- und Korallenstückchen, Glas, ja sogar Münzen als Schmuck dieser lebenden Kunstwerke sind bekannt geworden. Und aus einer Aquariumhaltung ist sogar ein Fall beschrieben geworden, in dem Xenophora noch bewohnte Gehäuse von Schnecken der Gattung Turritella angeheftet haben soll.

Während der "Bautätigkeit" beweist die Schnecke eine außerordentliche Geduld. Bis zu 10 Stunden kann es dauern, nur ein Objekt richtig am Gehäuse zu befestigen. Das Stück wird zunächst an der späteren Klebestelle ausgiebig gereinigt und anschließend geschickt mit dem Fuß und dem Kopf gedreht und an die richtige Stelle gebracht. Muschelschalen z. b. zeigen immer mit der Innenseite nach oben, Schneckengehäuse sind meistens radiär angeordnet (Abb. 2). Die Anheftung erfolgt mithilfe klebender Sekrete aus dem Mantelrand. Auftretende Hohlräume werden mit Sandkörnern ausgefüllt. Abschließend verhält sich die Schnecke über Stunden regungslos bis die Zementierung ausgehärtet ist

Doch die Frage nach dem "Warum" ist bis heute ungeklärt! Naheliegend ist erstmal die Vermutung, dieses Verhalten diene der Tarnung vor möglichen Freßfeinden. Xenophora kommt jedoch nicht nur in lichtdurchfluteten Flachgewässern vor, zahlreiche Arten leben auch in der Tiefsee bis 1500m. Und dort herrscht absolute Finsternis. Eine rein optische Tarnung wäre in diesem Fall überflüssig. Wahrscheinlicher ist da schon die These, die "Anbauten" seien durch die Vergößerung der Oberfläche als Schutz vor dem Einsinken im weichen Sediment nötig oder sie dienten als stabilisierende Verlagerung des Schwerpunktes, um ein Umkippen durch Strömungen zu verhindern.

 

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